Vitamine & Co


Vitamin A
spielt eine bedeutende Rolle beim Wachstum von Hunden, besonders bei der Entwicklung und Differenzierung von Haut, Schleimhaut und Knochengewebe.

Vitamin B1, der Thiaminbedarf eines Hundes ist, ähnlich wie bei anderen Vitaminen, stark vom Energieverbrauch sowie der Art der Ernährung abhängig. So kann eine nicht artgerechte Ernährung das „Wohlbefinden„ der Darmbakterien beeinträchtigen und damit die bakterielle Produktion des Vitamins durch die Mikroorganismen stören. Ein nicht optimales Wachstum der Welpen, Abmagerung und mangelnde Freßlust bei erwachsenen Hunden sowie Kotfressen können auftreten.
Vitamin B2 (Riboflavin), das wie andere wasserlösliche Vitamine nicht gespeichert werden kann, wird beim Hund teilweise durch die symbiotischen Darmbakterien zur Verfügung gestellt. Dennoch kann ein Riboflavinmangel zu erheblichen Krankheitssymptomen führen: Abnahme des Körpergewichts, Schwäche, Augenschäden oder Hautentzündungen, Fehlbildung der Föten.

Vitamin B6 (Pyridoxin) ist Cofaktor vieler Enzyme besonders des Amino- und Eiweißstoffwechsels. Bis jetzt sind 50 Enzyme bekannt, deren Funktion von dem Vitamin abhängt. Vitamin B6 ist auch für die Blutbildung unverzichtbar, insbesondere für die Produktion des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin).

Vitamin B12 (Cobalamin) die Aufgabe ist genau bekannt: es ist an einem der wichtigsten energieliefernden Stoffwechselwege, dem sogenannten Zitronensäure- zyklus, beteiligt. Auch für die Synthese von Kernsäuren, welche die Erbsubstanz in jeder Zelle bilden ist Cobalamin unverzichtbar.

Vitamin C ist beim Hund neben den Vitaminen A und D für die Förderung der Skelettentwicklung und des Bindegewebes von Bedeutung. Der fördernde Effekt auf die muskuläre Leistungsfähigkeit kommt durch eine Förderung der – ascorbinsäureabhängigen – Synthese von Carnitin in den Muskelfasern zustande. Weiterhin wird eine Verbesserung der Eisenaufnahme aus dem Futter erreicht.

Vitamin D wirkt vor allem im Darm, dem Skelettsystem und der Niere. Seine Funktion besteht überwiegend in der Aufrechterhaltung eines normalen Calcium- spiegels im Blut, und es regelt die Mineralisierung der Knochenmatrix.

Vitamin E ist eine Substanz, welche die äußere Membran von Zellen vor Schäden schützt. Beispielsweise vor der Zerstörung durch aggressive Sauerstoffverbindungen oder einer übermäßigen Einlagerung von Fett. In allen Zellmembranen sind Fettverbindungen enthalten, z.B. die mehrfach ungesättigte Linolsäure.

Vitamin K – dieses Vitamin spielt physiologischerweise eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung. Es bewirkt in den Leberzellen die Synthese des Gerinnungseiweißes Prothrombin und verschiedener Gerinnungsfaktoren – ist also mitverantwortlich für den raschen Verschluß von blutenden Wunden.

Biotin (Vitamin H) ist eines der wichtigsten Coenzyme, die CO2 im Rahmen vieler biochemischer Prozesse übertragen („Carboxydierung„). Wichtige Funktionen im Protein- und Energiestoffwechsel. Beugt schorfiger und trockener Haut mit Haarverfärbungen und Haarausfall vor.

Cholin besitzt wichtige Funktionen im Fettstoffwechsel sowie für die Leberfunktionen bzw. deren Schutz unentbehrlich.

Folsäure für die Blutbildung. Wird im Organismus zu der aktiven Tetrahydrofolsäure umgewandelt, die unentbehrlich ist für den Zwischenstoffwechsel.

Inosit besitzt eine lipotrope Wirkung wie Cholin, d.h. er wirkt einer Leberverfettung entgegen. Zu Biotin, Cholin, Vitamin B1, und Vitamin C wurden Beziehungen festgestellt.

Niacin für Bildung der Blutkörperchen, Aufbau sämtlicher Gewebe, zusammen mit Vitamin A für gesundes Zahnfleisch. Aus Nikotinsäure wird Nikotinsäureamid gebildet, das als Bestandteil der Enzyme NAD und NADP in jeder Zelle für den Eiweiß-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsel unentbehrlich ist.

Pantothensäure ist als Koenzymbestandteil (Koenzym A), das im Stoffwechsel überall benötigt wird, von besonderer Bedeutung.

L-Carnitin ist eine lebenswichtige, vitaminähnliche Substanz mit wichtiger Bedeutung für den Fett-Kohlehydratstoff- wechsel. Gerade bei Hunden, die ein anstrengendes Trainings- und Wettbewerbsprogramm durchlaufen, die altern oder erkrankt sind, die einer Abmagerungskur unterzogen werden oder einer starken Stoffwechselbelastung ausgesetzt sind, besteht für L-Carnitin ein zusätzlicher Bedarf.

DI-Methionin hat neben seiner allgemeinen Funktion im Stoffwechsel zusätzliche Aufgaben bei der Ausbildung des Haarkleides zu erfüllen. Normalerweise ist
Methionin die erst limitierende Aminosäure bei den kommerziellen Heimtierfuttermittel, die tierisches Gewebe und pflanzliche Proteinquellen enthalten.